SGGTA-Tagung 2022

Freitag, 29. April 2022

Fachtagung der SGGTA

Fachtagung 2022 der Gesellschaft Gartentherapie und Gartenagogik

Freitag 29. April 2022

Ort: Psych. Dienste Aargau, Klinik Königsfelden, Zürcherstr. 241, 5210 Windisch

Die Tagung richtet sich an Fachkräfte und Interessierte

  • aus Gesundheitsberufen (z.B. Ergotherapie, Physiotherapie, Pflege, Psychologie, Aktivierung)
  • aus sozialen und pädagogischen Berufen (z.B. Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Heilpädagogik)
  • aus „grünen“ Berufen (z.B. Landschaftsarchitektur, Gartenbau)
  • sowie an weitere an der Gartentherapie und Gartenagogik interessierte Personen

Tagungskosten (Getränke und Stehlunch inbegriffen) 120,- CHF Nichtmitglieder / 90,- CHF Mitglieder SGGTA, Student*Innen, Auszubildende



Tagungsprogramm

8:30 

Eintreffen, Kaffee und Gipfeli

ab 9:00

Grusswort

Thomas Pfister, Präsident SGGT(A) von 2014 – 2018

Grusswort und Rückblick 

auf 10 Jahre Gartentherapie und Gartenagogik


Theoretische Grundlagen

Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Universität Hamburg und Universität Bielefeld

Äussere Landschaften und innere Landschaften. Zur Bedeutung von Naturerfahrungen für die seelische Entwicklung.

Im Verhältnis des Menschen zur äusseren Natur wird stets auch sein Verhältnis zu sich selbst sichtbar. Die Erfahrungen, die wir in und mit der Natur machen, sind auch Erfahrungen mit uns selbst – nicht nur, weil wir es sind, die diese Erfahrungen machen, sondern weil Naturphänomene Anlässe sind, uns auf uns selbst zu beziehen. Die Natur kann auf diese Weise als salutogenetischer Faktor ein Element des Wohlbefindens und der (seelischen) Gesundheit werden.


Gartentherapie – Praxis

MSc. OT Nicole Becker, Ergotherapeutin in der Rehaklinik Bellikon/ Schweizerische Unfallversicherung (SUVA)

Gartentherapie erleben –
ein Erfahrungsbericht aus der stationären Rehabilitation verunfallter Menschen

Die Gartentherapie ist ein modernes Therapieangebot um körperliche, geistige und soziale Fähigkeiten zu trainieren. Das Therapiegewächshaus und der Therapiegarten sind für die besonderen Bedürfnisse von Patienten nach Hirnverletzung, orthopädischen Verletzungen und Amputationen konzipiert und bieten eine reiche Auswahl von Aktivitäten. Gegenseitige Unterstützung, Wissen zur Pflanzenkunde und gemeinsame Erfolgserlebnisse fördern den Rehaprozess. Die Patienten gehen damit einen wichtigen Schritt in den gewohnten Alltag und ins Berufsleben.


Gartenagogik – Schwerpunkt Kinder und Jugendliche

Dr. Dorit Haubenhofer, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien, Chefredakteurin GREEN CARE

„Jetzt ist für alle etwas dabei.“ Forschung zur Wirkung der Schulgartenpädagogik

Schulgartenpädagogik hat eine steigende Relevanz hinsichtlich aktueller gesellschaftlicher und weltpolitischer Entwicklungen. An der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik wurden mehrere Studien durchgeführt, in welchen die Schulgartenpädagogik definiert, der aktuelle internationale Forschungsstand erhoben, und mögliche Wirkungsweisen in der Praxis gesammelt und analysiert wurden.


etwa 12:15  Uhr

Stehlunch

ab 13:30 Uhr


Gartentherapie – Praxis

Erich Lackner, Gartentherapeut IGGT, Gärtnermeister
Sophie Schwittek, Ergotherapeutin

Vorstellung und Besichtigung des gartentherapeutischen Angebotes der PDAG

Gartentherapie gehört in den PDAG zu den fachtherapeutischen Angeboten für stationäre Patienten. Eine weitläufige Parkanlage und ein neu angelegter Therapiegarten ermöglichen vielfältige Erfahrungen und Erfolgserlebnisse.


Forschung – Dimension und Potenzial im Blick auf Migration und Inklusion

Dr. Christa Müller, anstiftung, München, Soziologin mit Fachgebiet urbane Gartenformen

Inklusionspotenziale von urbanen Gemeinschaftsgärten

Seit den späten 1990er Jahren sind mit den interkulturellen Gemeinschaftsgärten neue Experimentierorte entstanden. In der ressourcenorientierten Praxis des gemeinschaftlichen Gärtnerns selbst werden Leitkulturvorstellungen hinterfragt und durch ein sozial-kulturelles Miteinander im gemeinschaftlichen Selbermachen und Stadtgestalten komplementiert. Damit liefern die neuen Gärten wertvolle Impulse für ein neues Integrationsverständnis.


Gartentherapie – Schwerpunkt Menschen mit Behinderung

Martina Föhn, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil, Dipl. Ing. Hortikultur FH, Gartentherapeutin IGGT

Gärtnern mit Menschen mit Behinderung

Gemeinsam mit einem Wohnheim entwickelte die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in einem Forschungsprojekt gartentherapeutische Interventionen für BewohnerInnen mit mehrfacher Beeinträchtigung. Die Aktivitäten im Gartenatelier dienen der Beschäftigung und haben gesundheitsfördernde und teilweise therapeutische Wirkung zum Ziel.


Tagungsrückblick
Präsidentin SGGTA     

Zusammenfassung und Ausblick  

ab 17:00    Apéro


Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltung die vom BAG publizierten Corona-Regeln gelten. 

Anmeldung